Im folgenden Artikel „Ratgeber Laufschuh Schnürtechniken“ stelle ich verschiedene Schnürmethoden für Laufschuhe vor und gebe weitere Tipps rund um das Binden / Schnüren von Laufschuhen. Folgende Punkte werden im Detail erklärt:
- Der Laufschuh muss passen
- Laufschuhe richtig schnüren
- Verschiedene Laufschuh Schnürtechniken in Wort und Bild
Der Laufschuh muss passen
Bevor ich in das Thema Laufschuhe richtig schnüren einsteige das Wichtigste vorab: Der Laufschuh muss grundsätzlich „normal“ geschnürt bereits ordentlich passen. Ist das nicht der Fall kann auch über die weiter unten aufgeführten Schnürvarianten kaum etwas gerettet werden. Ein nicht zum Fuß bzw. dessen Form passender Laufschuh passt auch mit einer anderen Schnürmethode nicht. Sitzt der Schuh nicht richtig, hat dies auch Auswirkungen auf den Laufstil. Daraus resultierende, ungewohnte Bewegungsabläufe können Verletzungen provozieren. Aber eine entsprechende Schnürung kann den Sitz des Laufschuhes weiter verbessern, den Fuß stabilisieren, entlasten und Verletzungen vorbeugen.
Bei all den wichtigen Punkten rund um den passenden Laufschuh sind es trotzdem manchmal Details, die helfen die Passform zu verbessern, d.h. für einen besseren Sitz des Schuhs zu sorgen. Hier können verschiedene Laufschuh Schnürtechniken zum Einsatz kommen. Die Art der Schnürung ist nur ein Faktor von vielen für einen perfekt passenden Laufschuh. Daneben tragen auch spezielle Laufsocken ihren Teil dazu bei, die Passform zu komplettieren.
In Bezug auf die Schnürung hat auch die Machart der Schnürsenkel ihren Einfluss auf dfie Passform. Runde Schnürsenkel lassen sich zwar schneller und besser zuziehen, gehen aber leichter wieder auf als flache, breite Schnürsenkel, wenn diese richtig fixiert sind. Mit Hilfe eines Doppelknoten kann ein Aufgehen der Schuhe sicher verhindert werden. Vor Wettkämpfen empfehle ich die Schnürung nach dem Warmlaufen kurz vor dem Start nochmals nachzuziehen und dabei besondere Aufmerksamkeit der Festigkeit des Knoten zu schenken.
„Schnellschnürer“ oder Clips wie viele sie vielleicht aus dem Duathlon- bzw. Triathlonbereich kennen, beugen ebenfalls einem ungewünschten Stopp zum Schuhbinden vor. Bei einem Preis von 1 – 1,50 € u. U. eine in Erwägung zu ziehende Alternative. Auch Schnellschnürsysteme wie Xtenex oder Yankz die dann aber rund 10,- bis 15,- € kosten sind eine mögliche Lösung.
Laufschuhe richtig schnüren
Die Festigkeit der Schnürung sollte so gewählt werden, dass sie nicht drückt! Der Laufschuh sollte fest aber v. a. bequem und angenehm sitzen. Insbesondere im Mittelfuß sollte sie einen sicheren Halt vermitteln. Der Fuß sollte v. a. an der Ferse nicht rutschen. Der Fersenhalt bspw. kann positiv durch die richtige Schnürung beeinflusst werden.
Ist hingegen die Schnürung des Laufschuhs zu fest, drückt sie auf den Fußrücken und die Fußnerven. Das kann die Durchblutung stören. Eingeschlafene Füße, Taubheitsgefühl und Druckstellen können hierin ihre Ursache haben. Ist die Schnürung zu locker, rutscht der Fuß. Folge sind häufig Blasen und Scheuerstellen. Im schlimmsten Fall führt eine falsche Schnürung zu Reizungen der Achillessehne.
Verschiedene Laufschuhschnürtechniken in Wort und Bild
Die Notwendigkeit einer speziellen Schnürtechnik kann sich auch fallweise z.B. aufgrund von Verletzungen bzw. Beschwerden ergeben. Durch eine entsprechende Laufschuhschnürung kann zum Beispiel der Druck auf den Fußrücken reduziert werden. Mit der richtigen Schnürung lässt sich auch auf Schmerzen am Fußrücken sowie den Zehen, unzureichenden Fersenhalt, die Fußbreite und die Fußform entsprechend reagieren. Wie das geht kannst du den folgenden Bilderserien entnehmen.
Das Schnürsystem bei schmerzendem Fußrücken
Bei blauen Flecken, Scheuerstellen, Insektenstiche auf dem Fußrücken, d.h. einem schmerzenden Fußrücken verschafft das Auslassen des Loches, dass über der schmerzenden u. U. geschwollenen Stelle liegt Linderung. Diese Form den Laufschuh zu schnüren wird auch als auslassende Schnürung bezeichnet. Dazu wird der Laufschuh wie gewohnt geschnürt nur eben ein Loch ausgelassen. Dabei werden die Schnürsenkel, wie der folgenden Abbildung zu entnehmen ist, von außen nach innen geschnürt und die schmerzende Stelle dadurch umgangen, dass der Schnürsenkel parallel zur Zunge innen durchgezogen wird. Das reduziert den Druck auf der schmerzenden Stelle und ermöglicht trotzdem einen festen Sitz des Schuhes.
